Ab 18. April: Sonderausstellung

Artefakte sprechen lassen –
die Ausgrabungen Riezinger-Hallstatt

Die in den Jahren 1990/1991 sowie 2025 vom Naturhistorischen Museum Wien am Grundstück „Riezinger“ in Hallstatt durchgeführten archäologischen Baubegleitungen dokumentieren eine nahezu kontinuierliche Nutzung des Areals vom Frühneolithikum bis in die Neuzeit.

Zu den bedeutendsten Befunden zählt eine frühneolithische Nutz- bzw. Arbeitsfläche der Linearbandkeramik (ca. 5300–5000 v. Chr.), die durch umfangreiches Fundmaterial belegt ist. Weitere Nutzungshorizonte umfassen eisenzeitliche Schichten mit Hinweisen auf Deponierungen oder verlagerte Bestattungen, römische Befunde mit Brand- und Arbeitsflächen sowie mittelalterliche Terrassierungsmauern, die die spätere Geländestruktur maßgeblich prägten.

Die Ergebnisse verdeutlichen die komplexe stratigraphische Entwicklung des untersuchten Areals und liefern neue Erkenntnisse zu den ältesten Siedlungsphasen im Raum Hallstatt.

Die Sonderausstellung kann vom 18. April 2026 bis Dezember 2027 besucht werden.

Freilegung spätmittelalterlicher/neuzeitlicher Mauern (Quelle: J. Obernberger, NHM Wien)